„Alkohölle“ – Präventionstheater sensibilisiert Schülerinnen und Schüler für die Gefahren von Alkohol

Dingelstädt, 2. September 2026: Was kann passieren, wenn aus gelegentlichem Alkoholkonsum ein gefährlicher Umgang mit Alkohol wird? Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich am 2. September die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8
am St. Josef Gymnasium Dingelstädt.
Im Rahmen der schulischen Präventionsarbeit gastierte das Präventionstheater „Alkohölle“ von Beate Albrecht und ihrem Team an unserer Schule. Insgesamt 69 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 erlebten eine rund einstündige Theateraufführung, die auf
eindrucksvolle und zugleich altersgerechte Weise die Risiken und Folgen eines problematischen Alkoholkonsums thematisierte.
Dabei ging es nicht nur um die gesundheitlichen Folgen von Alkohol, sondern auch um die Auswirkungen auf das eigene Leben, die Familie, Freundschaften und das persönliche
Umfeld. Durch die schauspielerische Darstellung wurden Situationen und Entwicklungen sichtbar gemacht, die für Jugendliche nachvollziehbar und lebensnah waren. Das Theaterstück regte dazu an, über den eigenen Umgang mit Alkohol, Gruppendruck und persönliche Grenzen nachzudenken.
Ein besonderer Bestandteil des Projekts war das anschließende Gespräch mit dem Theaterteam. Nach der Aufführung hatten die Schülerinnen und Schüler etwa 30 Minuten lang die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Darstellerinnen und Darstellern ins
Gespräch zu kommen. Besonders beeindruckend war dabei, dass das Team nicht ausschließlich aus professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern besteht. Ein Mitglied hat selbst eine Alkoholabhängigkeit durchlebt und seinen Weg aus der Sucht gefunden. Diese Person stand den Jugendlichen als authentischer Gesprächspartner zur Verfügung und
konnte aus ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Hierbei wurde deutlich, dass Alkoholabhängigkeit keine abstrakte Gefahr ist, sondern Menschen und ihre Familien unmittelbar betreffen kann.
Die Kombination aus Theateraufführung und anschließendem persönlichen Austausch machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis. Statt ausschließlich mit Fakten und Zahlen über die Gefahren von Alkohol zu informieren, wurden die Jugendlichen emotional erreicht und zum Nachdenken angeregt.
Gerade für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 ist eine solche thematische Auseinandersetzung von großer Bedeutung. In einem Alter, in dem erste Erfahrungen mit Alkohol und der Einfluss von Gleichaltrigen zunehmend eine Rolle spielen können, bot die Veranstaltung wichtige Denkanstöße und ermutigte dazu, eigene Entscheidungen bewusst zu treffen und Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.
Wir bedanken uns herzlich bei Beate Albrecht und ihrem gesamten Team für die engagierte, professionelle und authentische Gestaltung dieses Präventionsprojekts. Die Aufführung von „Alkohölle“ war eine wertvolle Ergänzung unserer schulischen Präventionsarbeit und hat unseren Schülerinnen und Schülern auf eindrucksvolle Weise gezeigt, welche Folgen ein riskanter Umgang mit Alkohol haben kann.

Fabian Schneider (Schulsozialarbeiter) und Franziska Herz (Beratungslehrerin)