Ortschaft Hüpstedt

Das Eichfelddorf Hüpstedt wird in einer Urkunde aus dem Jahre 1124 erstmalig erwähnt. Mit jener Urkunde das Mainzer Erzbischofs Adelbert aus dem Dezember 1124 zu Erfurt, vermachte die Markgräfin Richardis von Stade dem Mainzer Stuhl das Kloster Gerode und fügte weitere Besitzungen hinzu. Darunter waren auch 4 Hufen Land in Hüpstedt. Spätestens ab 1294 gehörte Hüpstedt zum kurmainzischen Eichsfeld. Heinrich von Gleichen verkaufte da die Burgen und Ämter Gleichenstein, Scharfenstein und Birkenstein an den Mainzer Kurfürsten. Im 13. Jahrhundert machte sich der Einfluss des Klosters Reifenstein und der Ritter von Hagen bemerkbar. Als sich später 1592 dann Christoph vom Hagen in Hüpstedt niederlässt, wird Hüpstedt ein selbständiges Gericht – vom Hagen-Hüpstedt. Kloster Reifenstein und die Ritter vom Hagen haben die Geschicke des Ortes bis zum Ende des Mainzer Kurstaates 1802 maßgeblich mitbestimmt. Viele Informationen und Ansichten dazu sind im Heimatmuseum des Ortes, einem ehemaligen Gutshaus derer vom Hagen, zu sehen.

Im Jahre 1802 kam dann das Eichsfeld an die Krone Preußens. Das betraf auch Hüpstedt. 1816 kam das Dorf an den neu gebildeten Kreis Worbis, in dem es bis Ende des zweiten Weltkrieges verblieb. Mit weiteren 20 Eichsfeldorten kam es dann 1946 bis 1950 zum Kreis Nordhausen und wurde 1950 dem Kreis Mühlhausen zugeordnet. Auch mit weiteren kommualen Veränderungen verblieb es in diesem Kreis bis 2023. 1994 ging Hüpstedt mit Beberstedt und Zaunröden in die erste Einheitsgemeinde des damaligen Kreises Mühlhausen und wurde Verwaltungssitz der Gemeinde Dünwald.

Hüpstedt liegt jeweils etwa 15 km von Mühlhausen und Worbis entfernt. Der Ortskern befindet sich rund 450 m über NN in einer flachen Mulde des Dün, dessen höchste Erhebung sich mit ca. 505 m unweit des Ortes befindet. Ca 2 km nördlich des Ortes fällt der Dün steil in den Eichsfelder Kessel ab. Die Kirche des Ortes wurde 1740 nach vorangegangenem Neubau eingeweiht. Ein schöner Barockaltar von 1725, der einst die Mühlhäuser Kilianikirche zierte, schmückt seit 1884 das Gotteshaus. Seit November 2022 hat die Kirche neue Bronzeglocken für das Geläut, die durch Spenden der Bürgerschaft ermöglicht wurden.

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die wirtschaftliche Lage des Ortes von Landwirtschaft und Hausweberei geprägt. Von 1912 bis 1926 brachte die Kaliindustrie einen vorübergehenden Aufschwung. In dieser Zeit wurde auch die Obereichsfelder Kleinbahn gebaut, die bis 1947 von Dingelstädt über Silberhausen nach Hüpstedt verkehrte. Zeitweilig wurde über diese auch Güterverkehr betrieben. Der Ort ist nach wie vor landwirtschaftlich geprägt, hat aber eine Vielzahl von Gewerbetreibenden. Infrastrukturell ist der Ort aufgrund der sehr gut ausgebauten Landstraße 2105 ausschließlich mit Ortsumgehungen in nur zehn Minuten (ca. 11 km) von der BAB 38 erreichbar. In südlicher Richtung wird im Jahr 2025 die Ortsumgehung von Mühlhausen in ca. 9 km Entfernung als B 247 fertiggestellt und eine weitere Verbesserung ergeben.

Im Ort sind alle wesentlichen infrastrukturellen Einrichtungen des täglichen Lebens, wie Supermarkt, Apotheke, Friseur, Gesamtschule, Kindergarten, Altenheim sowie eine kleine örtliche Brauerei vorhanden. Das Vereinsleben ist mit zehn aktiven Vereinen (Sport-, Schützen, Heimat-, Kirmes-, Kultur-, Gesangs-, Feuerwehrverein, Hüpstedter Carnevalsclub und anderen) recht aktiv und bestreitet ein lebendiges kulturelles und sportliches Leben. Über einen Radweg auf der Trasse der Obereichsfelder Kleinbahn ist Hüpstedt mit dem benachbarten Beberstedt verbunden. Zudem sind zwischen den Ortsteilen ( Kerndorf, Schacht I und Zweiter Schacht) und zu den benachbarten Orten Eigenrode, Zaunröden und Kleinkeula für Radfahrer gute Verbindungen vorhanden. Über Eigenrode und Horsmar ist
der Unstrut-Radweg erreichbar.

Neben der Nutzung des ehemaligen Standortes der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG aus der Zeit der DDR) gibt es ein gut ausgelastetes Gewerbegebiet, dessen Erweiterung derzeit in der Planung ist. Die beiden Wohngebietsstandorte, im Ortsteil Zweiter Schacht und im Kerndorf, sind ausgelastet, so das auch hier Planungen für neue Standorte bestehen. Im Kerndorf gibt es darüber hinaus einzelne Baugrundstücke.

Hier kommen wir gern zusammen:

  • Sportlerheim mit Kegelbahn
  • Gutshaus mit Veranstaltungsscheune
  • Vereinshaus mit Schießständen und Vereinsräumen
  • Jugendclub mit Basketballplatz
  • Kirche St. Martin und Pfarrheim

Bürgermeisterin der Ortschaft Hüpstedt
Marion Bingel