Erasmus Projekt: Wenn Kinder flügge werden – Eine Reise nach Lesbos aus Elternsicht
Als unsere insgesamt 8 Kinder mit der Erasmus AG der Regelschule Küllstedt vom 21.03.–27.03.2026 nach Griechenland, genauer gesagt nach Lesbos flogen, war das für uns Eltern ein ganz besonderer Moment.
Schon in den Wochen davor war die Aufregung groß – bei den Kindern, ebenso bei uns als Eltern. Die Vorfreude war riesig, gleichzeitig schwang jedoch auch ein ungewohntes, leicht mulmiges Gefühl mit. Schließlich war es das erste Mal, dass unsere gerade einmal 12-/13-jährigen Kinder allein in ein fremdes Land flogen.
Gleichzeitig überwog der Stolz. Wir fanden es großartig, dass unsere Kinder für dieses besondere Projekt ausgewählt worden sind. Eine solche Chance zu erhalten ist keine Selbstverständlichkeit.
Ein zentraler Bestandteil der Reise war der Einblick in den griechischen Schulalltag, die Kinder wurden mit Traditionen vertraut gemacht und konnten Land, Kultur und Menschen hautnah kennenlernen, welche abseits des Schulalltags; durch Ausflüge – sowohl gemeinsam, als auch in der Gruppe oder individuell mit ihren Gastfamilien unternommen wurden. Zeitgleich mussten sie lernen sich in einer fremden Sprache (vorrangig Englisch) oder auch manchmal mit Mimik und Gestik zu verständigen.Auch kulinarisch wurden unsere Kinder mit landestypischen Köstlichkeiten verwöhnt und hatten die Möglichkeit die Vielfalt der griechischen Küche kennenzulernen.
Besonders prägend war zudem die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien. Wir erfuhren durch die Rückmeldungen unserer Kinder eine tolle Gastfreundschaft der griechischen Gastgeber, welche sich durch eine große Offenheit, Freundlichkeit und liebevoll gestaltete Präsente zeigte.
Mit jeder Nachricht und Bildern, die uns erreichten, wurde unsere anfängliche Unsicherheit kleiner und das Vertrauen größer. Wir merkten, dass unsere Kinder die Reise nicht nur genießen, sondern auch daran wuchsen, insbesondere an Selbstvertrauen und Selbstständigkeit.
Ein besonderer Dank gilt den betreuenden Lehrkräften Frau Crivellaro und Herrn Gaßmann. Durch ihr großes Engagement sowohl in der Organisation im Vorfeld, als auch in der Betreuung vor Ort und darüber hinaus, haben sie diese Reise überhaupt erst möglich gemacht. Sie haben uns als Eltern das Gefühl gegeben, unsere Kinder
vertrauensvoll abgeben zu können und sie mit einem guten und ruhigen Gefühl auf diese besondere Reise schicken zu können.
Am Ende bleibt für uns die Erkenntnis: Es war nicht nur für unsere Kinder eine wertvolle Erfahrung, sondern auch für uns als Eltern – loslassen fällt nicht immer leicht – aber es lohnt sich.
Yvonne Töpfer und Sabine Beil-Sonnabend

