Leipzig, wir kommen! – Drei Tage zwischen Geschichte, Geografie und Großstadtflair

48 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12 des St.-Josef Gymnasiums machten sich vom 2. bis 4. September
gemeinsam mit den Leistungsfächern Geschichte und Geografie auf den Weg nach
Leipzig. Auf dem Programm standen drei Tage voller spannender Eindrücke.
Wie es sich für eine Klassenfahrt mit der Bahn fast schon gehört, begann die Exkursion mit einer
kleinen Herausforderung: Die Anreise verlief etwas verspätet. Das konnte die Stimmung allerdings
kaum trüben. Schließlich wartete Leipzig – eine Stadt, die Geschichte, Kultur und Großstadtleben
auf besondere Weise verbindet.
Nach der Ankunft wurden die Zimmer im Hotel Markgraf bezogen, ganz in der Nähe der bekannten
Karl-Liebknecht-Straße, kurz: der „Karli“. Damit war die Ankunft mitten in einem Viertel
angekommen, das besonders für seine Cafés, Restaurants und das lebendige Leipziger Stadtleben
bekannt ist.
Der erste Programmpunkt führte direkt zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Leipzigs: dem
Völkerschlachtdenkmal. Das imposante Bauwerk erinnerte eindrucksvoll an die Völkerschlacht von
1813 und bot dem Geschichtskurs einen ersten Zugang zu einem Ereignis, das für die europäische
und insbesondere die deutsche Geschichte von entscheidender Bedeutung war.
Während die Historiker anschließend im Forum 1813 noch tiefer in die Ereignisse rund um die
Völkerschlacht eintauchten, führte das Programm für den Geografie-Leistungskurs in eine ganz
andere Welt: ins Panometer Leipzig. Dort ging es mit der Ausstellung rund um die Antarktis vom
historischen Schlachtfeld direkt in eine faszinierende Natur- und Klimawelt.
Am Abend konnten die Schüler und Schülerinnen das Flair der Großstadt erleben. Gerade rund um
die Karli zeigte Leipzig seine lebendige Seite – ein gelungener Kontrast zu Denkmälern,
historischen Ereignissen und geografischen Exkursionen.
Am zweiten Tag trennten sich die Wege der beiden Leistungskurse. Für den Geschichtskurs ging es
zunächst ins Zeitgeschichtliche Forum, in dem die Geschichte der DDR von der Gründung bis zur
Wiedervereinigung anschaulich nachvollzogen werden konnte. Am Nachmittag folgte die „Runde
Ecke“, ein ehemaliger Sitz der Staatssicherheit. Die Ausstellung vermittelte eindrückliche Einblicke
in das Leben in der DDR und die Überwachung durch die Stasi. Vertieft wurde die Thematik im
anschließenden Zeitzeugengespräch, das zum Teil auch an besonderen Punkten der Leipziger
Innenstadt stattfand.
Der Geographie-Leistungskurs machte sich dagegen auf den Weg nach Markkleeberg. Dort stand
der Besuch des Geoparks auf dem Programm. Bei einer interessanten Führung erfolgte die
Auseinandersetzung mit der Landschaft und ihrer Entstehung und das Erlebnis, wie eng Naturraum,
menschliche Nutzung und regionale Entwicklung miteinander verbunden sind. Eine weitere
Sehenswürdigkeit stellte das Leipziger Fußballstadion dar, dessen Besuch sich anschließend mit
einem Rundgang anschloss. Besonders spannend war für viele der Blick hinter die Kulissen –
inklusive eines Besuchs der Spielerkabine und des VIP-Bereichs. Nicht jeden Tag bekommt man
schließlich die Gelegenheit, einmal dort zu stehen, wo sonst Spieler, Verantwortliche und besondere
Gäste unterwegs sind.
Bevor es am dritten Tag wieder zurück nach Hause ging, stand noch ein gemeinsamer Abschluss auf
dem Programm: der Besuch des Stadtgeschichtlichen Museums am Rathausplatz. Damit schloss
sich gewissermaßen der Kreis der Exkursion. Nach der Völkerschlacht, der DDR-Geschichte und
den vielen Eindrücken aus der Stadt ging es noch einmal um Leipzig selbst und seine Entwicklung.
Am Ende waren es drei intensive Tage, in denen Leipzig aus ganz unterschiedlichen Perspektiven
betrachtet werden konnte. Geschichte und Geografie verließen das Klassenzimmer und wurden vor
Ort erlebbar. Gleichzeitig blieb natürlich auch Zeit für gemeinsame Erlebnisse, Gespräche und das
typische Gefühl einer Kursfahrt: ein bisschen müde, viele neue Eindrücke im Kopf – und
wahrscheinlich die eine oder andere Geschichte, die noch lange weitererzählt wird.
Fazit: Leipzig hatte einiges zu bieten – und Jahrgang 12 des St. Josef Gymnasiums war mittendrin.
Ob Völkerschlachtdenkmal, Antarktis im Panometer, DDR-Geschichte oder VIP-Lounge: Diese
drei Tage waren definitiv mehr als nur Unterricht außerhalb des Klassenzimmers.
Bildunterschrift:
Der Jahrgang 12 des St. Josef Gymnasiums Dingelstädt verbrachte drei ereignisreiche Tage in
Leipzig, um dieses vor allem aus geografischer und historischer Sicht zu ergründen. Der erste
Besuch galt daher dem Völkerschlachtdenkmal (im Hintergrund).
Text: Diana Weiße und Martin Lieboldt