Pointierter Humor und starkes Spiel – Theatertruppe am St. Josef-Gymnasium weiß das Publikum für sich zu gewinnen
Große Aufregung herrschte am Mittwochabend (22.4.), 18:30 Uhr, im Vorraum der Aula des St. Josef-Gymnasiums. 17 aufgeregte Darstellerinnen und Darsteller des Wahlpflichtkurses Darstellen und Gestalten, Jahrgang 10, sammelten noch einmal ihre Konzentration vor dem großen Theaterauftritt.
“Das war Kribbeln ohne Ende. Einerseits war man angespannt ohne Ende, aber auch mit riesiger Vorfreude auf das, was gleich kommt”, bringt Magdalena die zwiespältige Gefühlslage auf den Punkt. “Egal, was auf der Bühne passiert, wir helfen einander und ziehen das gemeinsam durch”, gibt Lehrer Michael Gremler seinen Schützlingen den letzten Konzentrationskick mit auf den Weg, ehe sich die Flügeltüren der Aula öffnen und das Theaterstück “Freitag, der 13.!” vor ausverkauftem Haus beginnt.
Das Stück handelte von einer Gruppe Flugzeugpassagiere, die nach einem Absturz auf einer Insel miteinander auskommen müssen, um möglichst auch alle zu überleben. Allerdings stellt sich im Lauf des Stückes heraus, dass auf der Insel bereits ein Fernsehteam stationiert ist, um heimlich die Realityshow “Surviver” zu drehen. Mit pointiertem Humor, starker Gestik sowie Mimik und absoluter Textsicherheit wussten die Darsteller die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und brachten zahlreiche Lacher zustande.
“Das war ganz großes Kino, einfach stark”, zeigt sich daher auch Vater Maik von der Aufführung beeindruckt. Als Elternteil fieberte er der Aufführung ebenso entgegen und warb im Vorfeld für diese.
“Unsere Werbung reichte von der persönlichen Ansprache, enthielt Ankündigungen mittels Plakaten in Schule und Stadt bis hin zur Veröffentlichung in Onlinekanälen, Zeitung und dem digitalen Veranstaltungskalender der Stadt Dingelstädt”, lobt Michael Gremler die Marketingabteilung seines Kurses. Zudem wurde bereits zum Tag der Offenen Tür am Gymnasium, der Anfang März stattgefunden hat, die Eingangsszene des Stücks vorgespielt, was ebenfalls manch Interessenten in die Aula geführt hat.
Das Resultat dieser Werbung konnte sich sehen lassen: Seit drei Jahren gibt es Aufführungen am St. Josef-Gymnasium, erstmals war die Veranstaltung mit 200 Zuschauern restlos ausverkauft.
“Das war der Wahnsinn!”, jubelt Darstellerin Mia und ist sichtbar stolz auf diese Würdigung sowie auf das, was ihre Truppe geleistet hat. Anerkennende Worte fand Lehrer Gremler auch am Ende der Veranstaltung – nach lang anhaltendem Applaus des Publikums. Er zeigte sich beeindruckt vom permanenten Engagement und der Kreativität seines Kurses, aber auch, dass selbst in anstrengenden Probenpassagen der Spaß nicht zu kurz kam. “Egal, was wir angepackt haben – ihr habt immer mit Vollgas mitgezogen”, weiß er das Zurückliegende zu würdigen.
Auch die Gestaltung des Bühnenbilds übernahm die Gruppe selbstständig. Seit Beginn des Schuljahres wurden in aufwändiger und zeitintensiver Arbeit ein längerer Bühnensteg sowie transportable Bühnenbildelemente gebaut. “Wenn Sie also einen fähigen Handwerkertrupp daheim brauchen, ich kann Ihnen diesen wirklich nur empfehlen”, gibt Michael Gremler daher lachend dem Publikum einen Tipp mit auf den Weg.
Dass dies alles nicht ohne Hilfe möglich war, wird am Ende des Abends deutlich. Dankesworte gab es für Lehrer Oliver Mönner, der die Technik unterstützte sowie für Albert Hunstock, der die Mikrofontechnik pflegte und optimierte. Ebenso dankte Michael Gremler den Sponsoren des St. Josef-Theaters, vor allem dem Förderverein der Schule sowie den Firmen Energietechnik Hülfenhaus und Indiware.
Unterstützt wurde die Veranstaltung auch von dem Kurs Darstellen und Gestalten, Jahrgang 9, der den Verkauf übernahm. Neben Getränken gab es Brezeln und Popcorn. Für die Schülerinnen und Schüler dieses Kurses hatte die Aufführung noch eine besondere Funktion: In einem Jahr werden sie ebenfalls ein Stück auf die Beine stellen und konnten sich so schon einmal inspirieren lassen. “Eine top Vorführung und ausverkauftes Haus – das ist mal ein Ansporn”, nimmt Josefine aber die Herausforderung an.
Man darf also gespannt sein, was in einem Jahr zu sehen sein wird am St. Josef-Gymnasium.
Michael Gremler/ St. Josef- Gymnasium

